Gaspistolen Gaswaffen
Schreckschusswaffen sind mehr oder weniger originalgetreue Nachbildungen von
echten Pistolen und Revolvern, die teilweise selbst für Experten schwer als
solche zu erkennen sind. Sie verschießen im Gegensatz zu echten Schusswaffen
keine Projektile, sondern verschiedene Arten von Reizgas- und
Kartuschenmunition und besitzen einen sogenannten „Gaslauf“, der Sperren
oder gleichwertige Vorrichtungen besitzt, die ein Verschießen von
Projektilen verhindern. Schreckschusswaffen können allerdings auch dazu
verwendet werden, um pyrotechnische Munition zu verschießen, beispielsweise
Leuchtsignale oder sogenannte Vogelschreckpatronen (Signalpatronen mit
Blitzknallsatz, in Deutschland munitionserwerbsscheinpflichtig und daher
nicht frei verkäuflich).
Schreckschusspistolen Walther P99 (l.) und Röhm Mod. 3S (r.), Patronen (Blau
= CN, Gelb = CS, Rot = Pfeffer und sonstige Reizstoffe, Grün = Platz) und
Signal-Munition
Schreckschussmunition erzeugt einen sehr lauten Knall. Beim Abfeuern von
Reizgasmunition schießt Gas in Verbindung mit einem Knall aus dem Lauf,
welches den Angreifer ähnlich wie ein Pfefferspray stoppen soll. Dabei
unterscheidet man zwischen CN- (Chloracetophenon), CS- (Chlorbenzylidenmalodinitril)
und Pfeffer-Reizgaspatronen (Nonivamid, ein technisches Gegenstück zum im
Pfefferspray verwendeten natürlichen Oleoresin Capsicum). Die Reichweite und
Wirkungsweise hängt vom Kaliber und der Patronenfüllung ab. Alle
Schreckschusswaffen haben eine sogenannte Laufsperre, die bei Selbstladern
den nötigen Rückstau für die Bewegung des Verschlusses erzeugen soll. Diese
Sperre soll ebenfalls verhindern, dass zum einen Geschosse „vorgeladen“
werden können, und zum anderen, dass scharfe Patronen aus diesen Waffen
abgefeuert werden können. Schreckschusswaffen bestehen in der Regel
größtenteils aus Zinkdruckguss und besitzen oft Sollbruchstellen, die ein
illegales Umbauen dieser Waffen auf scharfe Munition nahezu unmöglich
machen. Das Abfeuern von Patronen aus nächster Nähe auf den Menschen kann
erhebliche Verletzungen hervorrufen. Die beim Abfeuern entstehende
Druckwirkung ist so hoch, dass etwa ein auf dem Kopf aufgesetzter Schuss
tödliche Folgen haben kann.
Gaspistolen Gaswaffen Schreckschuß
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